Auf der Suche nach einem Open Water-Event sollte es dieses Jahr Londons legendäres Dock2Dock Swim sein. Freiwasser-Schwimmen in London? Ja, das geht! Die London Docklands sind das historische und im Zuge von Olympia 2012 völlig umgestaltete Hafenviertel im Osten und Südosten von London.
Seit über einem Jahrzehnt finden dort Freiwasser-Events unterschiedlicher Distanzen statt. Für uns sechs Master-Schwimmerinnen und Triathletinnen des TPSK hieß es am 12. September 2026: 5 und 3 Kilometer beim Dock2Dock Swim in Londons Gewässern.
Sport-Event trifft Kulinarik trifft Shingles
Und was wäre ein London Besuch ohne Sightseeing der vibrierenden Szene in der City? Mit ausreichend Zeit vor dem Event galt es, die Bars und Pop-up Food Stores des entspannt kreativen Stadtteils Walthamstow zu erkunden. Und die Notaufnahme des Krankenhauses, mit dem Ergebnis: Shingles, zu deutsch, Gürtelrose. Und so hieß es für eine Schwimmerin: kein Open Water, Shingles neu im Vokabular - und London easy going unter Medikamenten.
Kulisse schlägt Wellen
Die eindrucksvolle Kulisse der historischen Royal Docks begrüßte uns am Samstag Morgen um 8 Uhr: Umgeben von Kränen und der Skyline der Stadt glänzt das Wasser der Docks. Direkt über unseren Köpfen starteten und landeten die Flugzeuge des nahegelegenen London City Airport. Dazu 1.200 Teilnehmende beim ausverkauften Event in Neopren- und Bade-Anzügen, ein bunter Start- und Zielbereich, Aussteller und Foodtrucks, unter Betonbrücken: Eine surreale Szenerie - und schön.
Ausdauer meets Lost&Found
Umziehen und Warmmachen hieß es für die 5 und 3 Kilometer zum Rolling-Start der fünf verbleibenden Schwimmerinnen. Mit Neo, Boje und hunderten weiteren Verrückten am Start galt es um 9:30 Uhr, dem kalten Wind, den Wellen und dem leicht salzigen Wasser auf der langen Strecke zu trotzen.
Fazit: Das kontinuierliche Schwimmtraining im Lentpark und Fühlinger See in Köln haben sich ausgezahlt:
Marion Widman, 5 km: 1,35 (2. der AK 1966)
Uli Könemann, 5 km: 1,39
Isabel Lausberg, 5 km: 1,40
Katerina Keunecke, 5 km: 1,59
Ina Rothe: 3 km: 1,03
Renate Duckat: neue Erfahrungen in der Athletinnen-Betreuung und dem Lost-&Found-Büro.
Olympia macht Kunst
Der Besuch des Queen Elizabeth Olympia-Park am Folgetag war ein krönender Abschluss. Denn zu den Sportstädten der Olympischen und Paralympischen Spiele 2012 ist das Gelände in eine großzügige Park- und Kreativ-Landschaft umgestaltet worden. Unsere Highlights: das Victoria&Albert Storehouse, in dem wir David Bowie posthum begegnen durften, und natürlich das London Aquatic Center.
Wir sind dem „London Calling“ gefolgt, mit vielen neuen Erkenntnissen wieder Heim gekehrt. und gespannt, welchem Open Water Calling wir 2027 folgen werden. (RD)